In einer frühen Entwurfsphase ist „hier kommt später ein Sonnensegel hin“ schnell notiert. Spätestens bei Ausführungsplanung und Ausschreibung wird daraus eine Reihe konkreter Fragen: Welche Fläche soll wirklich beschattet werden? Wo liegen die Zugrichtungen? Wie viel Spannweg bleibt zwischen Tuch und Anschlagpunkt? Welches Material passt zur Nutzung – und welche Leistungen gehören überhaupt zum Segeltuch?
UNICOVR Sonnensegel sind als Maßanfertigung erhältlich. Für Architekten, Landschaftsarchitekten und Planungsbüros ist vor allem die klare Trennung wichtig: Das Segel kann geometrisch und materialseitig präzise definiert werden; Tragwerk, Statik, Fundamente und standortbezogene Genehmigungen bleiben eigene Planungsbausteine.
Sonnensegel früh in Entwurf und Freiraumplanung einordnen
Ein Sonnensegel funktioniert am besten, wenn Schattenfläche, Architektur und Befestigung gemeinsam gedacht werden. Bei Neubauten lassen sich geeignete Anschlusspunkte früh berücksichtigen. Im Bestand bestimmen dagegen vorhandene Fassaden, Tragstruktur, Dachaufbauten oder Freianlagen die Möglichkeiten.
Für Plätze, Innenhöfe, Kitas, Schulen, Gastronomie, Wohnanlagen und gewerbliche Außenräume sollte zunächst die tatsächliche Nutzungszeit definiert werden. Der Schattenwurf am Vormittag kann mit derselben Geometrie deutlich anders liegen als am späten Nachmittag.

Geometrie eindeutig beschreiben
Rechteck, Quadrat, Dreieck und Trapez lassen sich mit klaren Seitenmaßen beschreiben. Bei abweichenden Geometrien sind zusätzliche Maße und Diagonalen wichtig. UNICOVR Freiformen arbeiten mit geraden Kanten; dekorativ konkave Kanten sind nicht Teil unseres Systems.
Für die Planung gilt außerdem: Der Abstand zwischen zwei baulichen Anschlagpunkten ist nicht automatisch das Bestellmaß des Segels. Verbindungselemente und Spannweg benötigen Platz. Diese Trennung sollte bereits in Planunterlagen und Detailzeichnungen sichtbar sein.
Material nach Funktion festlegen – nicht nach Musterkarte allein
Wasserdurchlässiges HDPE eignet sich für luftigen Sonnenschutz und vermeidet eine geschlossene Regenfläche. Wasserdicht beschichtetes Polyester kann zusätzlich Regenschutz bieten, verlangt aber Gefälle, einen geplanten Wasserablauf und eine entsprechend schlüssige Konstruktion. Gerade in Eingangs-, Gastro- oder Aufenthaltsbereichen gehört der Ablaufpunkt deshalb in die Planung und nicht erst in die Montagebesprechung.
Schnittstellen zwischen Planung, Tragwerk und Tuch sauber halten
| Planungsthema | Was vor der Bestellung feststehen sollte |
|---|---|
| Nutzung | Schattenzeit, Aufenthaltszone, Personenströme und ggf. Regenschutz |
| Geometrie | Form, Seitenmaße, Diagonalen und Höhenlage |
| Konstruktion | geeignete Anschlagpunkte, Spannwege und Zugrichtungen |
| Tragwerk | fachgerechte Bemessung von Befestigung, Mast und Fundament |
| Betrieb | Zugang, Kontrolle, Abnahme bei kritischem Wetter und Lagerung |
Formen und Kosten früh vergleichen
Im Konfigurator können Sie unterschiedliche Geometrien, Maße und Ausstattungen vorkalkulieren. So lässt sich bereits in einer frühen Phase ein realistischer Produktpreis einordnen.
Für Freiraum, Quartier und öffentlich genutzte Außenflächen
Bei kommunalen Projekten, Parks und Plätzen ist das Sonnensegel nur ein Teil der Hitzeschutzstrategie. Bäume und Grünstrukturen erfüllen zusätzliche ökologische und mikroklimatische Funktionen; textile Verschattung kann dort ergänzen, wo kurzfristig Schatten benötigt wird oder natürliche Beschattung nicht ausreicht. Für öffentliche Auftraggeber führt die Seite Sonnensegel für öffentlichen Raum und Kommunen die betrieblichen Anforderungen weiter aus.
Aus Planung wird Bestellung
Wenn Form, Tuchmaß und Material feststehen, kann die Konfiguration direkt online abgeschlossen werden. Bei komplexen Projekten sollten Maßskizzen, Fotos und konstruktive Randbedingungen eindeutig dokumentiert sein, damit die bestellte Geometrie reproduzierbar bleibt.
Für die Ausführungsseite des Projekts ist zusätzlich unsere Seite für Bauträger, Bauunternehmen und Generalunternehmer relevant.